DAS UNIVERSUM — Planet Saturn, Element Erde, hebräischer Buchstabe Tau. Die Einundzwanzig, die Vollendung des großen Werkes.
Kartensymbolik: Die tanzende Gestalt der Göttin im Innern eines großen Ovals, das aus dem geschlängelten Körper der Schlange gebildet ist. In ihren Händen die Sichel des Saturn und die Schlange. An den vier Ecken die vier heiligen Tiere — Stier, Löwe, Adler, Mensch — die festen Zeichen, die das Tor des Universums halten. Hinter ihr das geometrische Diagramm aller Sephiroth des Lebensbaums, eingebettet in das alchemistische Auge. Die Karte ist die dichteste, vielschichtigste der Reihe; sie ist die ganze Ordnung der Welt in einem Bild.
Wesen der Karte: Das Universum ist die Vollendung, in der das Werk des Narren, das durch alle Phasen der Reihe ging, in seine Ganzheit zurückkehrt. Saturn ist der Vollender, der jedes Ding zur Form zwingt; doch hier ist Saturn nicht streng und einsam, sondern der Hüter eines kosmischen Tanzes. Tau, der letzte Buchstabe, ist das Siegel — was hier geschieht, ist abgeschlossen und tritt zugleich in einen neuen, größeren Kreis ein. Vollendung ist hier kein Stillstand, sondern Tanz.
Aufrecht: Vollendung, Erfüllung, Integration. Ein langer Prozess kommt zu seinem Ziel; das Werk ist getan, die Erfahrung ist eingegangen ins eigene Wesen. Ein Lebensabschnitt schließt sich rund. Anerkennung im weiten Sinn — nicht durch Beifall, sondern durch das Gefühl, am rechten Ort zu sein. Heimat im großen Zusammenhang. Eine Reise, die sich als die richtige erweist; Ankommen. Auch: kosmisches Bewusstsein, mystische Erfahrung der Ganzheit, in der Innen und Außen eins werden.
Umgekehrt: Unvollendetheit, Schwierigkeit, etwas zum Abschluss zu bringen. Festhalten am Gewohnten, Angst vor dem Schritt in eine neue, größere Ordnung. Bequemlichkeit, Trägheit, das Vermögen, große Erfahrungen nicht in das eigene Leben zu integrieren. Auf der anderen Seite: Selbstüberhebung, „ich bin fertig“, wo noch reichlich Wegstrecke bleibt. Verfrühter Abschluss, der die letzte, unbequeme Phase ausläßt.